FAQ

Häufige Fragen – Frequently Asked Questions

Wir haben Fragen gesammelt, die uns unsere Kunden am häufigsten stellen, und geben Ihnen gerne die entsprechenden Antworten. Wenn Sie weitere Fragen haben oder sich eine ausführlichere Antwort wünschen, kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

Yakisugi (焼杉, dt. „gebrannte Zypresse“) ist durch Feuer verarbeitetes Holz der japanischen Zypresse (Cryptomeria japonica, japanisch: Sugi). Der Begriff bezeichnet ein fertiges Fassadenmaterial – keine Brenntechnik, die man auf beliebiges Holz anwenden kann. Die Hitzebehandlung wirkt nicht nur an der Oberfläche, sondern verändert das gesamte Brett von innen bis außen, wodurch das Holz außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegen Witterung, Feuer, Schädlinge und UV-Strahlung gewinnt, ohne chemische Holzschutzmittel.

Nicht ganz. Yakisugi ist das Original: ein seit Jahrhunderten in Japan gefertigtes Fassadenmaterial aus japanischer Zypresse. Shou Sugi Ban ist ein Begriff, der im Westen auftauchte – eine fehlerhafte Lesung des japanischen Wortes Yakisugi-ita, bei der japanische und chinesische Aussprachen vermischt wurden. Heute wird Shou Sugi Ban im Westen oft als Sammelbegriff für jegliches verbrannte Holz verwendet – von industriell gefertigten Produkten bis hin zu DIY-Projekten – wobei die Hitzebehandlung des gesamten Materials dabei selten eine Rolle spielt. Yakisugi bezeichnet dagegen ausschließlich authentisches, gefertigtes Fassadenmaterial aus japanischer Zypresse

Nein. Yakisugi bezeichnet ausschließlich durch Feuer veredeltes Holz der japanischen Zypresse. In Europa werden häufig heimische Hölzer wie Lärche oder Kiefer verbrannt und als „Shou Sugi Ban“ vermarktet – das ist technisch gesehen kein Yakisugi, und ob das Holz dabei tatsächlich gleichmäßig und vollständig hitzebehandelt wurde, bleibt meist offen. Auch in Japan gibt es Lärchen, Kiefern und Douglasien. Zum Brennen wird jedoch bewusst ausschließlich die Zypresse verwendet – und zwar aus klarem Grund: Die japanische Zypresse ist von Natur aus harzfrei, formstabil, besonders weich und leicht, was eine gleichmäßige Karbonisierung und Hitzebehandlung erst möglich macht. Wer authentisches Yakisugi sucht, sollte auf die Holzart im Produktdatenblatt achten.

Yakisugi ist ein Fassadenmaterial, das seit dem 18. Jahrhundert in Westjapan existiert. Die japanische Zypresse wurde zur Verkleidung ländlicher Gebäude genutzt, weil sie den Anforderungen des Klimas standhalten musste: Salzluft, Feuchtigkeit, Insektenbefall und Brandgefahr. Die verkohlte Oberfläche bot all das in einem – ohne chemische Zusätze. Diese Eigenschaften machen Yakisugi auch für das europäische Klima besonders geeignet – von der feuchten Atlantikküste bis zu den Temperaturschwankungen in Mitteleuropa.

Die Langlebigkeit von Yakisugi entsteht nicht allein durch die verkohlte Oberfläche, sondern durch die Hitzebehandlung des gesamten Bretts – von innen bis außen. Durch die Hitze verhärten und verkleinern sich die Holzzellen dauerhaft, wodurch das Holz deutlich weniger Feuchtigkeit aufnimmt. Das macht Yakisugi widerstandsfähig gegen Fäulnis, Schimmel und Schädlinge. Konventionelle Holzfassaden quellen bei Nässe auf und ziehen sich bei Trockenheit zusammen – durch die Hitzebehandlung wird das Quell- und Schwindverhalten deutlich reduziert. Das ist auch der Grund, warum Yakisugi mit 10–15 mm deutlich schlanker ist als der europäische Standard von 18–24 mm: Das Holz ist bereits vollständig behandelt und benötigt keine zusätzliche Materialstärke als Puffer. In Japan sind Fassaden mit einer Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren keine Seltenheit, vereinzelt halten sie sogar über 100 Jahre ohne Nachbehandlung

Yakisugi wurde ursprünglich in den Küstenregionen Westjapans eingesetzt – einem Klima, das für seine hohe Luftfeuchtigkeit, Salzluft und ausgeprägte Temperaturwechsel in extremen klimatischen Bedingungen bekannt ist. Genau diese Bedingungen machen Yakisugi zu einem der wetterbeständigsten Fassadenmaterialien überhaupt: Die Hitzebehandlung schützt vor Fäulnis und reduziert das Quell- und Schwindverhalten des Holzes so stark, dass es selbst bei extremen Klimaschwankungen formstabil bleibt.

Für das europäische Klima ist Yakisugi damit bestens geeignet – ob an der feuchten Atlantikküste, in den schneereichen Alpenregionen oder im kontinentalen Klima Mitteleuropas. Auch UV-Strahlung, Frost und Salzluft setzt Yakisugi deutlich weniger zu als herkömmlichen Holzfassaden oder anderen Fassadenmaterialien.

Authentisches Yakisugi Holz können Sie in Europa ausschliesslich über Nakamoto Forestry Europe beziehen. Der Familienbetrieb Nakamoto Forestry liefert als einziger Anbieter in Europa das original Yakisugi aus der Japanischen Zypresse (Sugi).

Neben der klassisch tiefschwarzen Suyaki-Oberfläche gibt es gebürstete Varianten, bei denen die Holzstruktur betont wird, sowie hellere Grautöne oder naturbelassene Optiken. Insbesondere bei den ein- oder zweifach gebürsteten Produkten lassen sich durch die gewählten natürlichen Öle und Lasuren, sowie farbliche Pigmentierungen noch weitere schöne und auf Ihr Projekt abgestimmte Akzente erzielen.

Nakamoto Forestry bietet kein Yakisugi mit Nut und Feder an, weil dieses Profil anfällig für Feuchtigkeitsschäden ist. Eine verkohlte dünne Feder hätte ausserdem keinen stabilen Halt mehr.

Unsere Stufenfalz- und Glattkant-Profile haben die bestmögliche Langlebigkeit und können für den Innen- und Außenbereich verwendet werden.

Frisch produziertes Yakisugi kann einen dezenten Rauchgeruch haben, der typisch für die Verkohlung ist. Dieser Geruch verfliegt in der Regel schnell und vollständig. Für Innenräume empfehlen wir werkseitig beschichtete Oberflächen und eine kurze Auslüftungszeit vor dem Bezug.

Ja. Yakisugi ist eines der nachhaltigsten Holzverkleidungssysteme auf dem Markt: Der Veredelungsprozess kommt ohne Chemikalien aus, das Material ist biologisch abbaubar, und die außergewöhnliche Langlebigkeit reduziert den Bedarf an Austausch oder Nachbehandlung. Nakamoto Forestry bewirtschaftet über 2.000 Hektar eigene Wälder in Japan nach nachhaltigen Forstwirtschaftsprinzipien — für jeden gefällten Baum wird ein neuer gepflanzt. Nakamoto Zourin ist seit 2004 nach PEFC/SGEC zertifiziert, Nakamoto Forestry Europe seit 2020 nach PEFC Chain of Custody.

Yakisugi gleicht seinen CO₂-Fußabdruck des Transports über die gesamte Lebensdauer die außergewöhnliche Langlebigkeit aus: ein Material, das Jahrzehnte hält, ohne Nachbehandlung oder Austausch hat eine deutlich bessere Gesamtbilanz als kurzlebigere Alternativen. Zweitens erfolgt der Seetransport aus Japan CO₂-effizienter als viele Landtransporte innerhalb Europas. Drittens werden Produktion und Lagerung in Deutschland (Nähe Düsseldorf) abgewickelt — kurze Lieferwege innerhalb Europas, ohne Zwischenhändler.

Hier lohnt es sich, zwei Dinge zu trennen: die physikalische Langlebigkeit des Materials und die Farbwirkung der Oberfläche. Yakisugi hält strukturell Jahrzehnte ohne jede Pflege – eine Nachbehandlung ist im eigentlichen Sinne nur dann erforderlich, wenn die ursprüngliche tiefschwarze Farbwirkung erhalten bleiben soll. Ohne Nachölung entwickelt Yakisugi mit der Zeit eine silbergraue Patina – ein Alterungsprozess, der in Japan nicht als Makel, sondern als natürliche Schönheit verstanden wird. Dieses Prinzip des bewussten Umgangs mit Vergänglichkeit und Alterung hat im Japanischen sogar einen eigenen Begriff: Wabi-Sabi.

Nakamoto Forestry empfiehlt eine Vorbehandlung bzw Beschichtung des Yakisugi mit unseren natürlichen Holzölen oder Lasuren, damit die Farbe der Fassade über lange Zeit konsistent bleibt.
Die Langlebigkeit der Bretter ist durch die Hitzebehandlung gewährleitet, die Farbe des unbehandelten Holzes verändert sich durch UV-Einstrahlung aber mit der Zeit.
Da die meisten Kunden sich Farberhalt wünschen und der Ruß der Oberfläche gebunden werden soll, empfehlen wir eine vorbehandelnde Beschichtung.

Trotz seiner Langlebigkeit und Ästhetik hat Shou Sugi Ban (Yakisugi) gibt es einige Aspekte zu berücksichten, die bei unzureichender Information als Nachteil wahrgenommen werden können:

Qualität: Die Yakisugi-Methode erfordert Erfahrung und Sorgfalt. Nur die vollständige, korrekte Hitzebehandlung, wie sie der Familienbetrieb Nakamoto seit Jahrzehnten perfektioniert, garantiert ein hochwertiges Produkt, das die Haltbarkeit des Holzes von mehreren Jahrzehnten erreicht.

Pflege: Obwohl die Oberfläche wetterresistent ist, kann eine regelmäßige Behandlung mit Öl nötig sein – besonders bei mechanisch beanspruchten Flächen oder starker UV-Belastung. Ebenso ist bei der Installation darauf zu achten, dass die Kohleschicht nicht nur mechanischen starken Druck oder harte Stöße beschädigt wird.

Kosten: Eine Yakisugi-Fassade liegt im Anschaffungspreis im Mittelfeld der Kosten, die für Holzfassaden entstehen. Die geringen Pflegekosten und die lange Haltbarkeit machen die Yakisugi-Fassade zu einer nachhaltigen und mittel- wie langfristig günstigen Variante für jede Immobilie.

Hinweis: Vermeintliche Nachteile beruhen häufig auf unzureichender Beratung und mangelnder Produktkenntnis. Nakamoto Forestry Europe berät Sie individuell und ausführlich zu den Anforderungen Ihres Projektes.

Yakisugi wurde ursprünglich ausschließlich als Außenverkleidung entwickelt und über Jahrhunderte ausschließlich für Fassaden eingesetzt. Erst mit der wachsenden Popularität im Westen begann man, das Material auch im Innenbereich zu verwenden – eine Entwicklung, die inzwischen auch in Japan selbst Einzug gehalten hat. Heute wird Yakisugi weltweit von Architekten eingesetzt, hauptsächlich für:

• Außenfassaden (Wohnhäuser, Gewerbebauten, Hospitality-Projekte)

• Innenverkleidungen als gestalterisches Element

Die charakteristische tiefschwarze Optik mit sichtbarer Holzmaserung macht es zu einem bevorzugten Material für Projekte, die Nachhaltigkeit und Ästhetik verbinden.

Yakisugi kann sowohl horizontal als auch vertikal montiert werden. Beide Verlegearten sind in Japan üblich. Yakisugi kann auch diagonal installaliert werden, um ein besonderes Design zu realisieren.

Yakisugi ist eine gefalzte Massivholzverkleidung und wird genau wie andere Fassadenhölzer montiert, erfordert jedoch sorgfältige Handhabung der verkohlten Oberfläche.
Wichtige Schritte:

Unterkonstruktion vorbereiten – trocken, tragfähig und aus geeigneten, witterungsbeständigen Materialien.

Korrosionsbeständige Befestigungsmittel verwenden – ideal sind Edelstahlschrauben oder verdeckte Clips.

Sanfte Handhabung – die karbonisierte Schicht nicht unnötig reiben oder beschädigen.

Hinterlüftung einplanen – sorgt für Feuchtigkeitsregulierung und verlängert die Lebensdauer.

Schnittkanten schützen – frisch geschnittene Stellen mit passendem Öl oder Brennen nachbehandeln.

Unsere Liefer- und Installationshinweise geben einen umfassenden Überblick zur Vorbereitung, Installation und Pflege, um eine langlebige, optisch perfekte Fassade zu gewährleisten.

Europäische Handwerker können Yakisugi ohne besondere Erfahrung montieren. Es handelt sich bei unseren Yakisugi-Brettern um Verkleidungs- oder Schalungsbretter aus Massivholz, die nach den Regeln europäischer Handwerkskunst verbaut werden können.

Yakisugi kann bei denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt werden, wenn Material, Farbe und Oberfläche mit den Vorgaben der Denkmalschutzbehörde übereinstimmen. Eine vorherige Absprache mit der zuständigen Denkmalbehörde ist jedoch erforderlich, da jedes Denkmal individuelle Anforderungen an die Baumaterialien stellt.

Ja, Yakisugi kann mit Brandschutzmitteln behandelt werden. Nakamoto Forestry bietet eine feuerhemmende Beschichtung als Option an. Bitte erkundigen Sie sich nach den spezifischen Anforderungen Ihres Projekts.

Die Musterstücke können aufgrund ihrer kurzen Länge stärker als die Endprodukte schüsseln. Aufgrund unserer traditionellen Säge- und Hobeltechniken, die für die Langlebigkeit und Dimensionsstabilität des Holzes optimiert sind, sowie der Art und Weise, wie das Holz trocknet, wird in den meisten Brettern eine Schüsselung von ca. 1-2 mm auftreten. Um die Schüsselung zu minimieren, empfehlen wir zwei Befestigungsmittel alle 40 cm in Faserrichtung.

Die Standardmaße unserer Yakisugi-Bretter sind:
3970 mm Länge.
15 mm Brettstärke (Dicke).

Sie sind in zwei Profilvarianten und in folgenden Breiten erhältlich:
89 mm
145 mm
195 mm

Sollten Sie nur kürzere Bretter benötigen, sprechen Sie uns an.

Um Yakisugi selbst herzustellen, muss man sich streng an die Temperaturen, Zeiten und Arbeitsschritte halten und es ist viel Erfahrung notwendig. Es handelt sich um einen ganzheitlichen Prozess, der neben dem eigentlichen Brennen unter anderem die Wahl der geeigneten Holzsorte und -qualität, den richtigen Trocknungsprozess, das gezielte Ablöschen umfasst.
Die Bretter werden nicht nur verbrannt oder die Oberfläche angeflämmt, sondern durch eine durchgehende Hitzebehandlung haltbar gemacht. Wir raten daher, auf sechs Jahrzehnte Erfahrung, handwerkliches Know How und die Qualitätsansprüche der Nakamoto Forestry zurück zu greifen, wenn Sie ein authentisches Yakisugi verwenden möchten.
Möchten Sie sich an der Herstellung dennoch versuchen, so empfehlen wir folgende Schritte:
Verwenden Sie nur Zypresse, die durch ihr sehr leichtes und weiches Holz ideal für eine Karbonisierung und langlebige Kohleschicht geeignet ist.
Trocknen Sie das Holz vollständig auf 10-14% Holzrestfeuche (dauert mehrere Wochen).
Verwenden Sie gefalzte Profile oder Glattkant (nicht Nut und Feder).
Verwenden Sie Bretter mit einer Stärke von etwa 10-15 mm.
Brennen Sie nur die „linke Seite“ des Brettes (dem Kern abgewandte Seite).
Verwenden Sie die traditionelle Dreieckskaminmethode (von Abflammen mit Unkrautbrennern / Bunsenbrennern ist abzuraten) und brennen Sie das Brett weit, so weit, bis Sie denken, dass Sie das Brett fast ruiniert haben. Danach ist unmittelbar das Brett mit einem weichen Wasserstrahl zu löschen.
Dann verwenden Sie, falls gewünscht, eine weiche Drahtbürste, um den Ruß zu entfernen.
In diesem Video können Sie sich den traditionellen Prozess ansehen.

Yakisugi kann auch für Innenverkleidungen verwendet werden. Mit Yakisugi gestaltete Räume sind ästhetisch herausragend. Um auch in hoch frequentierten Bereichen ein dauerhaft ansprechendes Design zu realisieren, bieten wir spezielle Beschichtungs-Optionen an, die für den Einsatz im Innenraum optimiert sind.

Nakamoto Forestry kann kundenspezifische Abmessungen, Profile oder andere Güteklassen nicht liefern. Wir halten ausgesuchte Sortierungsklassen in hoher Qualität in unserem Bestand.
Abweichend zu den Standardmaßen können wir auf Anfrage natürlich kürzere Bretter liefern.

Authentisches Yakisugi (Shou Sugi Ban) ist ein einzigartiges und ökologisches Holzprodukt. Obwohl Yakisugi immer bekannter wird, ist es für viele immer noch irgendwie exotisch und rußig und die in Japan sehr geschätzte Patina für den europäischen Geschmack noch fremd. Das Naturprodukt hat eine eigenen Ästhetik, die ohne Chemie Ihre Immobilie bereichert.
Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Fragen in einer ausführlichen Beratung beantwortet sind damit Sie sich über Jahrzehnte an der Schönheit des Yakisugi erfreuen können.

Yakisugi – auch Shou Sugi Ban – ist eine traditionelle japanische Methode, bei der die Oberfläche von Sugi (japanischer Zypresse) kontrolliert durch Feuer verkohlt wird. Anschließend werden die Bretter gekühlt, gebürstet und veredelt. Hierdurch kann die Haltbarkeit von Holzverkleidungen deutlich erhöht werden. Die karbonisierte Schicht verbessert Wetterbeständigkeit, hemmt Insektenbefall, verzögert Feuer und erzeugt zudem eine ausdrucksstarke Textur. So entsteht langlebige, charaktervolle Bekleidung ohne Chemikalieneinsatz und unverwechselbarer, japanischer Ästhetik.

Für die Pflege von Yakisugi-Holz mischen wir nach alter Rezeptur natürliche, umweltfreundliche und rein pflanzliche Öle wie Leinöl oder Tungöl, um die verkohlte Oberfläche zu schützen und ihre Farbe und Struktur zu betonen, ohne die Atmungsaktivität des Holzes zu beeinträchtigen. Besonders geeignet sind:

Leinöl: Dringt gut ein, trocknet zuverlässig aus und ist sehr wetterbeständig. Häufig erste Wahl für den Außenbereich.

Tungöl (Chinesisches Holzöl): Bildet eine etwas härtere, wasserabweisende Oberfläche und bringt die Holzstruktur besonders schön zur Geltung.

Naturöl-Mischungen mit Harzen oder Wachsen: Speziell für verkohlte Oberflächen entwickelt, erhöhen die Langlebigkeit und pflegen gleichzeitig die Optik.

Wichtig: Unsere Öle sind lösungsmittelfrei und für den Außeneinsatz geeignet. Auf lack- oder kunststoffhaltige Produkte verzichten wir, da sie die atmungsaktive Wirkung der Yakisugi-Oberfläche beeinträchtigen können.

Yakisugi (Shou Sugi Ban) wird aus japanischer Zypresse / Sugi (Cryptomeria japonica) hergestellt – ein leichtes, formstabiles Weichholz, das schon seit Jahrhunderten für Yakisugi genutzt wird. Sugi verkohlt tief und gleichmäßig, wodurch eine schützende Schicht entsteht, mit ausreichender Bindung und ohne zu spröde zu werden. Das geringe Gewicht erleichtert Montage und reduziert Fassadenlasten. Die geradfaserige Struktur und typische Astbilder entwickeln nach dem Bürsten die charakteristische Optik jeder Variante.

Die Yakisugi-Methode versiegelt das Holz nicht im klassischen Sinne wie Lack oder Kunststoffbeschichtungen. Stattdessen entsteht im Prozess der Hitzebehandlung an der Oberfläche eine karbonisierte Schicht, die wasser- und insektenabweisend wie eine Schutzschicht wirkt.
Das Holz bleibt diffusionsoffen und kann Feuchtigkeit regulieren.Für zusätzlichen Schutz, insbesondere bei starker Witterung, wird das verkohlte Holz oft mit natürlichen Ölen behandelt, um die Haltbarkeit zu erhöhen und die Optik zu betonen.

Die Yakisugi-Methode schützt Holz vor allem durch zwei positive Effekte:
Die karbonisierte Schicht, die durch die kontrollierte Verkohlung entsteht, wirkt wie eine natürliche Barriere: Sie macht das Holz wasserabweisend, hemmt das Eindringen von Insekten und Pilzen und reduziert Schäden durch UV-Strahlung.
Der zweite Effekt entsteht in der Zellstruktur des Holzes – durch die Hitzeeinwirkung verengen und verkleinern sich die Zellen und nehmen danach weniger Feuchtigkeit auf. Dies sorgt dafür, dass das Holz resistent gegen Fäulnis wird, das Quell- und Schwindverhalten („atmen“ des Holzes) wird reduziert und dadurch wird das Holz über die Zeit weniger rissig.

Es gibt keinen technischen Unterschied. Beide Bezeichnungen beschreiben die traditionelle japanische Holzveredelung, bei der Sugi (japanische Zeder) oberflächlich verkohlt, anschließend gekühlt, gebürstet und veredelt wird. „Yakisugi“ ist der korrekte japanische Name. „Shou Sugi Ban“ ist eine im Westen verbreitete sprachlich ungenaue Lesart der japanischen Schriftzeichen. Für Auffindbarkeit verwenden wir beide Begriffe, in technischen Texten bevorzugen wir „Yakisugi“.

Dank der traditionellen Hitzebehandlung ist Yakisugi extrem wetterbeständig, ganz ohne zusätzlichen Schutzanstrich. Es trotzt mühelos den widrigsten Bedingungen, sei es Feuchtigkeit, Nässe, extreme Hitze oder Schnee. Bei guter Planung und Montage bleibt das Holz jahrzehntelang intakt. Farbveränderungen sind normal und kein Mangel. Regelmäßiges Reinigen und gezieltes Nachölen erhält Wasserabweisung und Anmutung; Schleifen ist nicht nötig.

Nein, Yakisugi braucht keine regelmäßige Pflege, um haltbar und intakt zu bleiben. Wenn die Farbgebung langfristig erhalten bleiben soll, empfehlen wir bei gemäßigter Bewitterung einen Pflegeanstrich alle 5 bis 10 Jahre. Lokale Kratzer sollten gereinigt und punktuell nachgeölt/überarbeitet werden

Yakisugi-Holz hat eine sehr hohe Lebensdauer von bis zu 80 Jahren oder länger. Vergleichbares unbehandeltes Nadelholz muss oft nach 10–25 Jahren stark überarbeitet oder teilweise ersetzt werden. Exposition und Pflege können beide Spannen verkürzen oder verlängern.

Ja. Für Privatkunden gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte nach nationalem bzw. EU-Recht; im Projektgeschäft (B2B) greifen die vertraglich vereinbarten Mängelrechte. Eine zusätzliche Herstellergarantie kann – wenn ausdrücklich in Angebot/Auftragsbestätigung genannt – für definierte Eigenschaften gelten. Voraussetzung sind fachgerechte Lagerung, hinterlüftete Konstruktion, Abstand zum Boden, korrekte Befestigung (Edelstahl) und Pflegeintervalle.

Yakisugi kann mit herkömmlichen Befestigungssystemen installiert werden. Wir empfehlen bei der Montage von Yakisugi auf farblich passende Edelstahl-Fassadenschrauben zu achten, die Sie im Shop von Nakamoto Forestry Europe bestellen können. Verbindliche Details stehen in unseren Montage- und Technikblättern.

Wir bieten kein authentisches Yakisugi für Böden an. Das Sugi-Holz (Zypressen-Holz) ist zu weich, um als Fußboden- oder Terrassendiele genutzt zu werden.
Für den Möbelbau ist genau auf den Einsatz des Yakisugi und die gewünschte Nutzung zu achten. Wir beraten Sie gerne.

Nakamoto Forestry Europe bietet verschiedene Musterboxen an. Diese kosten netto ca. 20€ und enthalten 6 verschiende Varianten und werden per DHL innerhalb weniger Tage zugestellt. Im Rahmen von individuellen Beratungen oder zur Bemusterung von Architekten werden Muster auch kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wir haben keine strikte Mindestbestellmenge, aber für Kleinaufträge (unter 20 m2) müssen wir einen Mindermengenzuschlag erheben. Kleine Aufträge zu bearbeiten ist deutlich teuerer für uns durch den relativ höheren Fixkostenanteil und geringerer Produktionseffizienz. Dies ist Voraussetzung, um unsere generell attraktiven Preise beibehalten zu können.

Für den Transport werden Yakisugi-Bretter gebündelt und unterfahrbar palettiert. Wir versehen die Bretter mit Kantenschutz und legen je nach Variante auch Ölpapier zwischen die Bretter. Wir verzichten aus Umweltschutzgründen auf eine Folienumwicklung. Die verkohlte Oberfläche ist robust, sollte aber vor mechanischen Stößen geschützt werden. Um das Entpacken einfach zu gestalten, sind je vier Bretter gebündelt und daher mit einem Gewicht von ca. 12 Kilo gut zu tragen.

Die Preise für Yakisugi-Holz liegen je nach Oberflächenbehandlung und Finish bei Nakamoto Forestry Europe bei 70 bis 90 Euro pro Quadratmeter. Im Rahmen einer ausführlichen Beratung kann der genau Preis für Ihr Projekt ermittelt werden.

Der Import von Yakisugi macht das Produkt im Vergleich zu anderen Anbietern durch unser schlankes Distributionsmodell ohne Zwischenhändler nicht teurer als das anderer Anbieter.
Im Vergleich zu vielen auf dem europäischen Markt erhältlichen, oft chemisch behandelten Alternativen aus Lärche, hat unser Yakisugi trotz des Imports einen geringeren ökologischen Fußabdruck. Der Preis spiegelt die aufwendige Handwerkskunst und die gleichbleibend hohe Qualität wider – eine Investition in ein langlebiges, klimafreundliches Produkt.

Yakisugi-Holz ist nicht entscheidend teurer als vergleichbare Holzfassaden. Auf die Lebensdauer des Holzes von bis zu 80 Jahren und aufgrund des sehr geringen Pflegeaufwand sind sie in einer Gesamtbetrachtung oft sogar niedriger als andere Holzfassaden.

Interessiert? Rufen Sie uns an:

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